1. Verkehrswende

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    Verkehrswende

    Tagesspiegel Donnerstag, 6.Dezember 2018

    Mobilitätshub der BVG am S-Bahnhof Zehlendorf.

    Die BVG möchte die Verkehrswende, mehr Menschen sollen überzeugt werden, das eigene Auto öfter stehen zu lassen (oder gar das Privatauto abzuschaffen). Konkret schlägt das Verkehrsunternehmen vor, am Teltower Damm vor dem Rathaus Zehlendorf ein Mobilitätshub der Größe S zu errichten. Dort wo jetzt in den Parkbuchten Autos stehen (direkt an der Eiche Ecke Kirchstraße) könnte das neue Angebot etabliert werden. Die BVG stellt sich vor, an einer Stelle möglichst viele Verkehrs- und Serviceangebote zusammenzufassen. An einem Mobilitätshub stünden Carsharing-Autos bereit, E-Mofas und Fahrräder könnten entliehen, das eigene Fahrrad in Radgaragen abgestellt werden. An Lädesäulen könnten E-Autos neue Kraft tanken, unmittelbar angrenzend halten Busse und Bahnen. Das ist die S-Version. In den größeren Hub-Varianten kämen Dienstleistungen wie ein Fahrscheinautomat, ein Café, Toiletten, eine Packstation und ein Taxihalt hinzu.

    Die Pläne für den Teltower Damm hat die BVG bereits ausgearbeitet. Das Ziel sei nicht nur, einen bequemen Umstieg von einem Verkehrsmittel in das nächste zu ermöglichen, sondern auch die Verkehrswende im Stadtbild sichtbar zu machen - und dadurch neue Nutzer zu werben. Ende November stellten die BVG-Planer das Projekt im Ausschuss für Straßenverkehr und Tiefbau vor. CDU und Grünen sprachen sich in einem Antrag dafür aus, das Angebot der BVG anzunehmen - allerdings änderten sie ihren Antrag leicht um: Jetzt wird nicht mehr gefordert, dass der Mobilitätshub unbedingt am Teltower Damm vor dem Rathaus errichtet werden müsse. Stattdessen beschloss eine Mehrheit von zehn Ausschussmitgliedern (keiner stimmte dagegen, es gab drei Enthaltungen), dass der Hub "in der Nähe des S-Bahnhofs Zehlendorf" entstehen solle - "sofern es rechtlich möglich ist". Wenn und aber, so sieht Verkehrswende in der Lokalpolitik aus.